Teneriffa-Oats mit Papaya und Bananen

Wer uns bei Instagram folgt, wird es schon wissen: Ich habe dem kalten Hamburg den Rücken gekehrt und mein Büro für 4 Wochen nach Teneriffa verlegt. Während ich diese Zeilen tippe, schaue ich aufs Meer und lausche dem entspannten Meeresrauschen – naja, zur Zeit ist es eher Getöse, da sich die meterhohen Wellen permanent an der Felsküste in Gischtwolken verwandeln. Aber egal, bei 20 Grad schaut man über einen bewölkten Tag mit dafür spektakulären Wellenkapriolen auch mal ganz gern hinweg.
Aber genug davon. Natürlich will ich während meiner Daseins als Teneriffa-Jens nicht auf Overnight Oats verzichten und den Vorteil nutzen, an frisches Sommerobst zu kommen, das um die Ecke wächst. Und das mit dem Obst ist kein Problem: Papaya, Bananen und Orangen gibts auf dem lokalen Markt Sonntags bei kleinen Markständen einheimischer Bauern. Wirklich, so wie es sein sollte. Ich bin hier im Norden aber auch ein bisschen ab vom üblichen Touristenschuss.
Was tatsächlich eher Probleme bereitet hat, sind Haferflocken. Brauch man ja nicht mitzunehmen, gibts ja alles da… – hatte ich mir zumindest gedacht. Im Hinterkopf spukten in dem Moment all die Geschichten von Touristen herum, die auf jeden Fall ihre Marmelade mit ins All-Inklu-Hotel nehmen. Man weiß ja nie, ob es einem denn da in der Fremde auch schmeckt. Kurz darüber gelacht – und doch zur Sicherheit mal zwei Pakete eingepackt… Tja, war zumindest der Plan. Hab sie dann aber doch vergessen und musste mich hier auf die Suche nach Haferflocken machen.
Und das war gar nicht so einfach: Erstens kommt man hier mit „Oats/Haferflocken“ im kleinen und englisch oder deutsch im großen nicht so weit. Im mercado spricht man halt spanisch, also flugs Google angeschmissen und herausgefunden, was Haferflocken heißt: harina de avena. Noch nie im Leben gehört. Die Damen in den beiden ersten Supermärkten wohl auch nicht, jedenfalls gab es dort keine zu kaufen. Vielleicht im großen Supermarkt in der Stadt, hieß es superfreundlich. Zur Not kann man sich doch überall mit Händen und Füßen und einem Lächeln verständigen. Aber auch im modernen Großsupermarkt keine Spur von Haferflocken… Fündig wurde ich dann tatsächlich in der hintersten Ecke eines zweite großen Supermarks, den ich nur deswegen auch noch aufgesucht habe. Endlich wieder Overnight Oats – und zwar mit Orangensaft, Erdbeeren, Papaya, Bananen, Joghurt und (ja, von zu Hause mitgebracht) Granola.
Der ganze Aufriss hat sich aber gelohnt. So gut haben Sommer-Oats im Winter noch nie geschmeckt. Ich freue mich jetzt schon im ewigen Frühling auf den Sommer, wenn es das alles auch bei uns wieder frisch gibt… Ansonsten könnt ihr natürlich mit Tiefkühlobst behelfen.

Das brauchst Du für 1 Portion

  • 5 EL kernige Haferflocken (50 g)
  • 100 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 1/4 Papaya
  • 1 Banane
  • 10 Erbeeren
  • 100 g Joghurt (1,5 % Fett)
  • 20 g Granola

Teneriffa-Oats

Rezept: So geht dein gesundes Frühstück

  1. Haferflocken in einer Schüssel mit dem Orangesaft verrühren.
  2. Joghurt draufpacken und über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
  3. Dann das ganze Obst dazu und auf Wunsch mit Granola garnieren

3 Gedanken zu “Teneriffa-Oats mit Papaya und Bananen

  1. Copos de avena heißen Haferflocken auf Spanisch richtig. (Harina wäre Mehl) Wir mussten letztes Jahr auch etwas länger suchen als wir während unseres Teneriffa Aufenthaltes für unsere 3-jährige Tochter welche gekauft haben. Aber auf die Idee mit den Overnight oats mit frischer Papaya war ich leider nicht gekommen, super Idee. Und was es da sonst noch für tolle Früchte gibt 🙂
    Ich bin gespannt auf weitere Kanarische oats Rezepte (probier mal tunos oder auch higos picos genannt, aber lass dir zeigen, wie man die öffnet) und wünsche noch einen wunderschönen Aufenthalt in meiner ehemaligen Wunsch-Heimat (knapp 3,5 Jahre hab ich auf Teneriffa gelebt und gearbeitet) und Herkunft meines Mannes 😉
    LG Marie

  2. Was du auf den Kanaren auch unbedingt probieren musst!! Gofio! Gibt’s in jedem Supermarkt oder natürlich auch in den „molinos de gofio“ (Gofio-Mühlen). Gofio gibt’s meistens aus Weizen und Maismehl. Es handelt sich um geröstetes Mehl das man z.B. einfach in Milch rührt – egal ob warm oder kalt – und es dann trinken oder löffeln kann, je nachdem wieviel man vom Gofio genommen hat. Man kann es natürlich auch einfach zusätzlich mit ins Müsli oder die Oats mischen. Auch sonst gibt’s noch andere Zubereitungsarten, auch salzig (escaldon de gofio, in Brühe gemischt und zum Fleisch mit Mojo, kennst du mojo? Grün und rot… ok jetzt artet es aus 😉 )
    Viel Spaß beim Ausprobieren 🙂

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